Projekte - AFbJ

Aktion "Freizeit behinderter Jugendlicher" e.V.

Die AFbJ an der Roermonder Straße 217 in Mönchengladbach ist ein gemeinnütziger und selbstverwalteter Verein, der sich die Integration von Menschen mit Behinderung zum Ziel gesetzt hat. Seit 1967 bietet die AFbJ ein vielfältiges Freizeitangebot für Kinder mit und ohne Behinderung und für Jugendliche und Erwachsene mit Behinderung.

In unserem Jugendheim treffen sich wöchentlich in mehr als 20 Gruppen etwa 140 Teilnehmer, um ihren selbstbestimmten Freizeitaktivitäten nachzugehen. An diversen offenen Angeboten, z.B. die einzige integrative Disco in Mönchengladbach oder unregelmäßige Theateraufführungen o.ä. nehmen wöchentlich mehr als 100 Personen teil.

AFbJ Flotte

Um die eingeschränkte Mobilität vieler Menschen mit Behinderung auszugleichen, hält die AFbJ einen Fahrdienst mit mehreren Kleinbussen vor. In den Ferien veranstalten wir ein- bis dreiwöchige Gruppenreisen mit insgesamt bis zu 200 Teilnehmern und organisieren für diejenigen, die am Ort bleiben, insgesamt sieben Wochen örtliche Ferienspiele.
 Wir besuchen Konzerte, gehen schwimmen, kegeln, kochen etwas oder gehen essen, töpfern, entwickeln Fotos, sind regelmäßig bei unserem Karnevalsverein - kurz: Wir tun alles, was andere in ihrer Freizeit auch tun.

Etwa 45 ehrenamtliche Betreuerinnen und Betreuer arbeiten im Jugendheim mit unseren Teilnehmern. In unseren Ferienmaßnahmen kommen noch einmal etwa 75 hinzu.



Was ist Freizeit?

Die AFbJ versteht unter Freizeit die Zeit, die nicht für Schule, Beruf oder Schlaf verwandt wird. Bei 168 Zeitstunden pro Woche verbleiben daher noch mindestens 70 Stunden zur freien Verfügung. Diese Zeit wird von Menschen ohne Behinderung auf vielfältige Weise genutzt. Menschen mit Behinderung verbringen diese Zeit oft reizarm allein in den eigenen vier Wänden. Die Folge ist Verlust an Selbstständigkeit und steigende Teilnahmslosigkeit.

AFbJ Wohnheim

Ziele

Menschen mit Behinderung, die am Leben in unserer Gesellschaft teilhaben, die ständig neue Impulse erfahren, die die Welt passiv und aktiv von Woche zu Woche neu erleben, nehmen an Selbstbewusstsein zu, trauen sich mehr, werden selbstständiger und benötigen daher weniger kostenaufwändige Betreuung. Sie sind fröhlicher, was einerseits unsere Gesellschaft menschlicher macht, andererseits auch wieder zu mehr Selbstständigkeit führt.

Wer miterlebt hat, wie Menschen mit Behinderungen beispielsweise durch Teilnahme an der integrativen Disco der AFbJ über das erlebte Vergnügen sich fit halten für ihre Arbeit oder nach einem Ferienaufenthalt sich mit starkem Energieschub an neue Lernbereiche heranwagen, erfährt die Notwendigkeit, diese Menschen bei der Teilhabe am Leben in unserer Gesellschaft zu unterstützen.



Spendenverwendung

Größere Spenden kann die AFbJ grundsätzlich für den Kauf von Fahrzeugen verwenden: Ein Neun-Sitzer-Bus zum Transport von Menschen mit Behinderung kostet komplett rund
 € 45.000. Die AFbJ benötigt etwa alle zweieinhalb Jahre einen neuen Bus. Da die Busse viel fahren, bei wechselnden Fahrern (Zivis, Ehrenamtliche), sind die Reparatur- und Wartungskosten hoch (obwohl wir sehr wenige Unfälle haben): € 10.000 bis € 15.000 pro Jahr für sechs Busse.


Spenden werden verwandt, um den Pauschalbetrag von € 14,00 pro Monat, den unsere Teilnehmer für das Holen und Bringen von und nach zu Hause bezahlen, stabil halten zu können. Ein Kosten ausgleichender Betrag würde von den ärmeren Teilnehmern (etwa ein Drittel aller Teilnehmer) kaum getragen werden können.

Spenden werden für die Gruppenarbeit der AFbJ benötigt: Unsere Busse stehen für die Gruppenaktivitäten kostenlos zur Verfügung. Mitglieder in den Gruppen zahlen zur Zeit € 6,00 pro Monat, die sie nach selbstständiger Planung für ihre Aktivitäten ausgeben. Alle weiteren Kosten - auch den Gruppen-Fahrdienst - trägt die AFbJ über Zuschüsse und Spenden.

Auch hier würden Teilnehmerbeiträge, die sich an den Kosten orientierten, dazu führen, dass etwa ein Drittel der Teilnehmer sich aus finanziellen Gründen zurückziehen müsste.

Spenden tragen also dazu bei, dass finanziell schlechter gestellte Menschen mit Behinderung an sinnvoller Freizeitgestaltung teilnehmen können. Für sehr viele ist die AFbJ die einzige Freizeitgestaltungsmöglichkeit überhaupt. Sinnvolle Freizeitgestaltung führt zu Selbstbewusstsein und Selbstständigkeit, was bei dadurch sich verringerndem Betreuungsbedarf zu einer - auch finanziellen - Entlastung der Gesamtgesellschaft führt.

Wohnen in der AFbJ

Man kann die Verwendung von Spenden also nicht immer sehen! Bei Verwendung von Großspenden nur für innovative Projekte stellte sich die Frage nach den Folgekosten: Verbrauchsmaterialien, Reparaturen, Betriebskosten, sozialpädagogische Betreuung bzw. sozialpädagogisch angeleitete ehrenamtliche Betreuung.

Unsere ehrenamtlichen Betreuer spenden durch ihre Arbeit einen Gegenwert von - bei mäßiger Bezahlung gerechnet - rund € 400.000 pro Jahr. Zur Unterstützung dieser Arbeit benötigen wir behindertengerechte Busse, Arbeitsmaterialien, sozialpädagogische Anleitung, was - wo sich öffentliche Stellen zunehmend zurückziehen - ohne Geldspenden nicht möglich wäre.

Die Spenden des Christkindlmarktes zu Gunsten Behinderter e.V. aus dem Jahre 2004 hat die AFbJ für die Gestaltung des Außengeländes ihres neuen Wohnhauses für Menschen mit Behinderung, Roermonder Straße 235, verwandt (Foto), ebenso für die Ausgestaltung der Wohnbereiche der Bewohner (Foto).
 Ein Teil der Spende des Christkindlmarktes aus dem Jahr 2005 wird ebenfalls in diesen Bereich fließen, aber auch, um den Eigenanteil für die Finanzierung einer neuen, robusten Jugendheim-Küche zu finanzieren, weil die alte (Foto) nach jahrzehntelangem Gebrauch in sich zusammenfällt.

Küche in einem Wohnheim


Die Bewohner - herzlich Willkommen!

Wir laden alle Helfer und Spender des Christkindlmarktes ein, uns zu besuchen, um sich selbst vom sinnvollen Einsatz ihrer Spenden zu überzeugen.